WESEL · Silvia Gomez fühlte sich ganz wie zu Hause: Leckere Tapas, Flamenco-Tanz und spanische Gitarrenrhythmen die Andalusierin musste im kalten Herbst am Niederrhein nicht einmal die Augen schließen, um sich ihrer Heimat Huelva näher zu fühlen. Im Diersfordter Eiskeller hatte der ortsansässige Heimatverein für Flair der iberischen Halbinsel gesorgt. Die vierte Veranstaltung der Reihe „Märchen und Kulturen der Welt" sorgte wieder für ein ausverkauftes Haus und ein begeistertes Publikum. Das lag nicht zuletzt an der mitreißenden Märchenerzählerin Ingeborg Bitterer, die ihre Zuhörer in die fremde Welt der spanischen Sagen entführte. Gebannt hingen die Gäste im Eiskeller an Bittefers Lippen, als sie die spannende Geschichte der „Hexe von Amboto" zum Besten gab. Geheimnisvolle Wesen, magische Zahlen und unterschätzte Helden faszinierten die Diersfordter
Gäste.
Heiter, aber vor allem anmutig und erotisch überzeugten die Flamenco-Tänze. Renate Pomp-Khalil gab Kostproben der klassisch-spanischen Folklore. Begleitet wurde die Dozentin für Tanzpädagogik vom Essener Gitarren-Duo Bernd Steinmann und Stefan Loos. Die Meister an der Flamenco-Gitarre begeisterten mit gefühlvoll gezupften Liebesliedern und schwungvoll vorgetragenen Tanzstücken.
Da bekam auch Silvia Gomez Lust, sich im Takt der Musik ihrer alten Heimat zu bewegen. In ihren Spanisch-Kursen an der Volkshochschule bleibt es dennoch beim Sprach-Unterricht.
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